sehr selten ! AL05, ca. 1900, 112 x 22 x17 cm, 4,3 kg, Trägerfigur einer ursprünglich 2-teiligen großen AloAlo. massiv aus einer Holzbohle gearbeitet. Region Beharona Preis bitte erfragen ! Grundlegende Infos zum Begräbniskult in der Kategoriebeschreibung.
Die größte Volksgruppe Madagaskars sind die Sakalava im Südwesten der Insel. Die große Ethnie der SAKALAVA pflegt einen ähnlichen Totenkult wie die MAHAFALY. Die Sakalava Grabanlagen sind jedoch weniger prunkvoll und haben anstatt der pompösen Steingräber meistens einen hölzernen Palisadenzaun als Einfassung. An den Ecken dieses astrologisch ausgerichteten Grabes sind (ähnlich den AloAlo) beschnitzte Pfosten und Skulpturen angebracht.
Die SAKALAVA vollziehen regelmäßig sogenannte TROMBA Sitzungen das sind Versammlungen, bei denen ausgewählte Teilnehmer in Trancezustände verfallen um so Kontakte mit den Ahnen zu erlangen. Die Skulpuren zeigen sehr oft die typische Lockenfrisur des Volksstammes. Die Gräber der südlichen Ethnien werden nach der Bestattung nicht gepflegt oder besucht. Meistens ist es den Familien sogar verboten die Grabanlagen zu passieren oder gar zu berühren. Damit man den Tod nicht in das Dorf holt werden die Grabanlagen immer außerhalb der Siedlungen errichtet. Nach einigen Generationen zerfallen die von der Witterung zerfressenen Stelen und man schichtet diese am Grabrand auf. Der bedeutende Kopfteil wird auch oft entfernt und getrennt aufbewahrt. Seitdem Europäer diese Kunstobjekte als Sammlerstücken entdeckt haben werden von den Familienmitgliedern auch AloAlo verkauft. Dies geschieht meistens über eine Person des Vertrauens in den großen Städten oder durch eine Reise in die Hauptstadt. Ein Grabraub ist jedoch (bei Verfolgung bis zum Tode) für alle Madagassen tabu ! Die hier angebotenen Skulpturen sind meistens diesen Weg gegangen und legal in unseren Besitz gekommen.
Diese eindrucksvolle nackte Frauenskulpur diente als Trägerin von Universum und Kopfteil, welche jedoch verwittert und verloren sind. Man erkennt die eigentümliche Lockenfrisur der südlichen Sakalava Ethnie, die freie Darstellung der Nacktheit spricht für ein hohes Alter ohne kolonialen (katholischen) Einfluss. Auf dem Kopf ruhte einst das "Universum" mit astrologischen Symbole und ein Kopfteil, ähnlich wie bei den noch erhaltenen AloAlo. Auf dem Rücken trägt die Dame einen merkwürdigen "Kasten", dessen Sinn uns noch unerklärlich ist,
Das verwendete Hartholz Hazomalanga ist innerlich nicht verrottet oder brüchig ! Durch den Aussenaufenthalt an der Oberfläche jedoch stark verwittert, grau oxidiert und mit Flechten bewachsen. Es gibt Spuren von Insektenfrass, das Holz ist jedoch nicht mehr befallen. Der seltene Regen hat tiefe Rinnen in das Holz gewaschen und es gibt Abbrüche der letzten Jahrzehnte. Der Standfuss steckt im Geröll des Grabes oder im Boden und weist dadurch eine andere Form der Verwitterung auf. Dieses sind sichere Altersindikatoren, die nicht künstlich erzeugt werden können, Fundort 1977 Sakalava Land zwischen Morandava und Tulear Südwest Madagaskar
Die echten AloAlo sind eine künstlerische Rarität, weil der Ahnenkult, welcher aus Papa Neuginea stammt weltweit nur in Madagaskar in diesen Stelen körperlichen Ausdruck fand. Die Ausfuhr von Kulturgut / Antiquitäten ist in Madagaskar streng limitiert. Unsere alten Originale sind teilweise schon seit 1975 im Familienbesitz und stellen durch den steigenden Sammlerwert auch eine fruchtbare Investition dar.
Angaben zur Produktsicherheit
Herstellerinformationen:
Mahafaly
Analakely LOT
Antananarivo, Madagaskar, 101
service@mahafaly.de
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verantwortliche Person:
Mahafaly
Am Sandberg 6
Mecklenburg-Vorpommern
Benz OT Balm, Deutschland, 17429
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