AL10, ca. 1900, 165x18x18 cm, 5,2 kg, Trägerfigur einer ursprünglich 2-teiligen großen AloAlo.
massiv aus einer Holzbohle gearbeitet, Region Belo Sur Tsiribihina
Die größte Volksgruppe Madagaskars sind die Sakalava im Südwesten der Insel. Die große Ethnie der SAKALAVA pflegt einen ähnlichen Totenkult wie die MAHAFALY. Die Sakalava Grabanlagen sind jedoch weniger prunkvoll und haben anstatt der pompösen Steingräber meistens einen hölzernen Palisadenzaun als Einfassung. An den Ecken dieses astrologisch ausgerichteten Grabes sind (ähnlich den AloAlo) beschnitzte Pfosten und Skulpturen angebracht, welche meist heilige Tiere darstellen, welche als Seelengefässe für den Razana des Toten dienen. Dies sind meistens Ibis, Höckerente, Zeburind, Krokodil und Chamäleon. Berühmt sind auch die Nackt- und Erotikdarstellungen der Ethnie (porno de sakalava), welche der Verehrung von Fruchtbarkeit, Zeugungsakt und Geschlecht dienten.
Auch androgyne, geschlechtslose Skulpturen sind verbreitet, weil man sich nicht festlegen möchte oder dies bei dem Objekt belanglos schien. Seit der prüden Kolonialzeit und in der späteren sozialistischen Phase wird dieser Kult jedoch verlacht und unterdrückt. Die SAKALAVA vollziehen regelmäßig sogenannte TROMBA Sitzungen das sind Versammlungen, bei denen ausgewählte Teinehmer in Trancezustände verfallen um so Kontakte mit den Ahnen zu erlangen. Die Skulpuren zeigen sehr oft die typische Lockenfrisur des Volksstammes. Die ATANDROY, BARA und ANTANOSY pflegen auch Ahnenkulte mit skulpturellen Darstellungen, jedoch nicht so ausgeprägt. Objekte dieser Ethnien sind deshalb seltener. Die Gräber der südlichen Ethnien werden nach der Bestattung nicht gepflegt oder besucht. Meistens ist es den Familien sogar verboten die Grabanlagen zu passieren oder gar zu berühren. Damit man den Tod nicht in das Dorf holt werden die Grabanlagen immer ausserhalb der Nach einigen Generationen zerfallen die von der Witterung zerfressenen Stelen und man schichtet diese am Grabrand auf. Der bedeutende Kopfteil wird auch oft entfernt und getrennt aufbewahrt. Seitdem Europäer diese Kunstobjekte als Sammlerstücken entdeckt haben werden von den Familienmitgliedern auch AloAlo verkauft. Dies geschieht meistens über eine Person des Vertrauens in den großen Städten oder durch eine Reise in die Hauptstadt. Ein Grabraub ist jedoch (bei Verfolgung bis zum Tode) für alle Madagassen tabu ! Die hier angebotenen Skulpturen sind meistens diesen Weg gegangen und legal in unseren Besitz gekommen.
Diese eindrucksvolle nackte Frauenskulpur diente als Trägerin von Universum und Kopfteil, welche jedoch verwittert und verloren sind. Man erkennt, trotz der starken Abtragungen die eigentümliche Lockenfrisur der südlichen Sakalava Ethnie. Die freie Darstellung der Nacktheit spricht für ein hohes Alter ohne kolonialen (katholischen) Einfluss. Auf den Schultern ruhte einst das Universum mit astrologischen Symbolen.
Das verwendete Hartholz Hazomalanga ist innerlich nicht verrottet oder brüchig ! Durch den Aussenaufenthalt an der Oberfläche jedoch stark verwittert, grau oxidiert und mit Flechten bewachsen. Es gibt Spuren von Insektenfrass, das Holz ist jedoch nicht mehr befallen. Der seltene Regen hat tiefe Rinnen in das Holz gewaschen und es gibt Abbrüche der letzten Jahrzehnte. Im Oberteil gibt es eine alte Nagelreperatur, welche einen kleinen Teil des Plankenholzes hält. Diese wurde nicht verändert.
Der Standfuss steckt im Geröll des Grabes oder im Boden und weist dadurch eine andere Form der Verwitterung auf. Er ist schon früher unter dem Sockel abgebrochen. Dieses sind sichere Altersindikatoren, die nicht künstlich erzeugt werden können, Fundort 1977 Sakalava Land zwischen Morandava und Tulear Südwest Madagaskar
Versand nur als Sperrgut, Kosten dafür bitte anfragen. Für Frei-Raum-Aufstellung kann ein Standfuss für 90,- € erworben werden an dessen Arm die Skulptur eingehangen wird und dann kippsicher befestigt wird.
Die echten AloAlo sind eine künstlerische Rarität, weil der Ahnenkult, welcher aus Papa Neuginea stammt weltweit nur in Madagaskar in diesen Stelen körperlichen Ausdruck fand. Die Ausfuhr von Kulturgut / Antiquitäten ist in Madagaskar streng limitiert. Unsere alten Originale sind teilweise schon seit 1975 im Familienbesitz und stellen durch den steigenden Sammlerwert auch eine fruchtbare Investition dar. (Reference Buch "Arts Anciens de Madagascar")
Angaben zur Produktsicherheit
Herstellerinformationen:
Mahafaly
Analakely LOT
Antananarivo, Madagaskar, 101
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verantwortliche Person:
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Am Sandberg 6
Mecklenburg-Vorpommern
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