MF35 Kopfteil einer AloAlo Grabstele der Mahafaly, Extraterrist, 36 x 13 x 13 cm ca. 1940 Betioky Region Tulear
Die größte Volksgruppe Madagaskars sind die Sakalava im Südwesten der Insel. Die große Ethnie der SAKALAVA pflegt einen ähnlichen Totenkult wie die MAHAFALY. Die Sakalava Grabanlagen sind jedoch weniger prunkvoll und haben anstatt der pompösen Steingräber meistens einen hölzernen Palisadenzaun als Einfassung. An den Ecken dieses astrologisch ausgerichteten Grabes sind (ähnlich den AloAlo) beschnitzte Pfosten und Skulpturen angebracht, welche meist heilige Tiere darstellen, welche als Seelengefässe für den Razana des Toten dienen. Dies sind meistens Ibis, Höckerente, Zeburind, Krokodil und Chamäleon.
Die SAKALAVA vollziehen regelmäßig sogenannte TROMBA Sitzungen das sind Versammlungen, bei denen ausgewählte Teilnehmer in Trancezustände verfallen um so Kontakte mit den Ahnen zu erlangen. Die Skulpuren zeigen sehr oft die typische Lockenfrisur des Volksstammes. Die Gräber der südlichen Ethnien werden nach der Bestattung nicht gepflegt oder besucht. Meistens ist es den Familien sogar verboten die Grabanlagen zu passieren oder gar zu berühren. Damit man den Tod nicht in das Dorf holt werden die Grabanlagen immer außerhalb der Siedlungen errichtet. Nach einigen Generationen zerfallen die von der Witterung zerfressenen Stelen und man schichtet diese am Grabrand auf. Der bedeutende Kopfteil wird auch oft entfernt und getrennt aufbewahrt. Seitdem Europäer diese Kunstobjekte als Sammlerstücken entdeckt haben werden von den Familienmitgliedern auch AloAlo verkauft. Dies geschieht meistens über eine Person des Vertrauens in den großen Städten oder durch eine Reise in die Hauptstadt. Ein Grabraub ist jedoch (bei Verfolgung bis zum Tode) für alle Madagassen tabu ! Die hier angebotenen Skulpturen sind meistens diesen Weg gegangen und legal in unseren Besitz gekommen.
Diese Figur ist für uns wahrlich "ausserirdisch", denn sie entzieht sich jeder Deutung, dies ist selten der Fall.. Selbst mit viel Erfahrung können wir nicht deuten was für eine Person sie mal dargestellt hat. Ihr Fundort schließt auf eine Arbeit der Mahafaly Ethnie, ihre Proportionen und die Körpersprache mehr auf die Sakalava- Gruppe weiter nördlich. Man sieht Andeutungen auf eine Halskette und eine Art Kopfschmuck. Der Hals ist ungewöhnlich dick, der Rest vom Unterkörper sehr gedrungen, die Arme abgebrochen oder als Vandalismus abgehackt. Es gibt eine sichtbare Klebestelle aus den 70 er Jahren, ein Reperatur - Versuch meines Vaters aus den 80 er Jahren.Die echten AloAlo sind eine künstlerische Rarität, weil der Ahnenkult, welcher aus Papa Neuginea stammt weltweit nur in Madagaskar in diesen Stelen körperlichen Ausdruck fand. Die Ausfuhr von Kulturgut / Antiquitäten ist in Madagaskar streng limitiert. Unsere alten Originale sind teilweise schon seit 1975 im Familienbesitz und stellen durch den steigenden Sammlerwert auch eine fruchtbare Investition dar.
Dieses Objekt eignet sich für den normalen, versicherten Paketversand und wird von uns bruchsicher und sorgfältig verpackt.
Wir liefern einen Stahlständer dazu, denn die Skulptur ist nicht frei stehend. (Fuss 10 x 10 cm Höhe ca. 12 cm). Die Figur kann darauf aufgesteckt werden und ist nach allen Seiten drehbar.
Angaben zur Produktsicherheit
Herstellerinformationen:
Mahafaly
Analakely LOT
Antananarivo, Madagaskar, 101
service@mahafaly.de
https://mahafaly.de
verantwortliche Person:
Mahafaly
Am Sandberg 6
Mecklenburg-Vorpommern
Benz OT Balm, Deutschland, 17429
service@mahafaly.de
https://mahafaly.de/
Es gibt noch keine Bewertungen.