MF334 Ente / Vogel, Maße 70 x 25 x 12 cm, 1,5 kg, ca. 1930, Region Belo Sur Tsiribihina, West Madagaskar.
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Die Sakalava Ethnie ist die Volksgrupppe welche einen großen Flächenanteil im Westen Madagaskars bewohnt. Die Lebensweise in der trockenen Landschaft ist halbnomadisch, am Ozean fängt man Meerestiere und im Landesinnern betreibt man Feldbau und hat große Rinderherden. Früher hatten die Sakalava ein eigenes Königreich, haben sich aber dann dem Machtanspruch der Merina (im Hochland ) untergeordnet. Wie alle Madagassen pflegen Sie einen ausgeprägten Totenkult und Ahnenglauben, die Seele eines Verstorbenen wandelt noch lange im Kreis der Familie und benutzt dazu verschiedene Tiere als Seelengefässe. So gilt der Ibis, die Höckerente, das Krokodil, die Chamäleons und auch das Zeburind dazu. Diese Tiere sind somit heilig und werden in skulpturalen Darstellungen abgebildet. Man errichtet, je nach Status und Reichtum des Verstorbenen, ein Kastengrab und /oder einen Palisadenzaun um die Begräbnisstätte. Das ist die neue Herberge für den Ahnen. Als Schutz- und Symbolfiguren werden die Skulpturen darauf drapiert.
Die südlichen Völker verrichten nicht die Tradition der Totenumbettung wie im Hochland. Die Sakalava halten Kontakt mit dem Vertorbenen mittels zeremonieller Kommunikation in Trance (tromba). Dies ist ein großes Ereignis und sehr rätselhaft, denn die Teinehmer sind förmlich "besessen" gleichzeitig gibt es eine Waschung von Reliquien (fitampoha). So hoch die Bedeutung der Reliquien, so schnell verlieren Sie diese auch wieder, denn die Seele des Verstorbenen geht schliesslich eine Einigkeit mit dem Schöpfergott ein und der Kontakt bricht ab. Dies geschieht nach der Deutung des "Zauberers" oder durch Weisung von Familienältesten. Dann wechseln, nach mehrern Jahrzehnten Skulpturen den Besitzer oder werden auch verkauft.
Der Totem hat starke Anzeichen der Verwitterung, Erosion und Patina von der Laterit Erde Madagaskars. Das Stück aus dem Holz Hazomalanga ist nicht brüchig oder sehr zerbrechlich. Diese Skulptur ist ein typischer Vertreter eines Grabpfostens, wie Sie heute kaum noch zu finden sind. Sie schmückte das Eckteil eines Kastengrabes aus Holz und war mittels Steckverbindung mit dem Erdpfosten verbunden. Man sieht das Verbindungsteil am Fuss. Der Vogel stellt wahrscheinlich eine Höckerente oder ein anderes Geflügel dar, wie sie oft von den Sakalava abgebildet werden (Reference Buch "Arts Anciens de Madagascar" S.268) Der Gegenstand kippt bei Aufstellung. Wir liefern einen schlichten Stahlfuss dazu wo er aufgesteckt werden kann und nach allen Seiten drehbar bleibt.
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Mahafaly
Analakely LOT
Antananarivo, Madagaskar, 101
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Am Sandberg 6
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